Entwicklung eines Dioxin-Schnelltests

Dioxin ist eines der schlimmsten Gifte. Der jüngste Dioxin- Skandal hat zu einer Verunsicherung beim Verbraucher geführt und den Ruf nach schnelleren und effektiveren Kontrollen verstärkt.

Dioxin ist der Sammelbegriff für chemisch ähnlich aufgebaute polychlorierte Dibenzo-para-Dioxine (PCDD) und Dibenzofurane (PCDF) sowie Biphenyle (PCB), die nahezu überall in der Umwelt nachweisbar sind.

Durch ihre hohe Persistenz können sie sich in der Nahrungskette anreichern und stellen eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen dar. Das giftigste Dioxin ist das im Jahr 1957 entdeckte 2,3,7,8- Tetrachlor-Dibenzo-p-Dioxin (TCDD), das seit einem Chemieunfall in Seveso (Italien) als "Seveso-Gift" bekannt ist.

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) stufte es 1997 als krebserzeugend für den Menschen ein. Dioxin hat ein breites Wirkungsspektrum und kann u.a. die Haut, das Immun- und Nervensysten, den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Um die Dioxinaufnahme des Menschen einzuschränken, legt die VO (EG) 1883/2006 zulässige Höchstgehalte für Dioxine, Furane und dioxinähnliche PCB sowie eine obligatorische Kontrolle für Lebensmittel fest.

Zur Bewertung des Risikos der unterschiedlichen PCDD- und PCDF- Verbindungen hat sich das Konzept der Toxizitätsäquivalente (TEQ) der World Health Organization (WHO) durchgesetzt. Dabei werden die bedeutendsten 7 Dioxin- und 10 Furanverbindungen in der toxischen Wirkung mit TCDD verglichen. Die angegebenen duldbaren täglichen Aufnahmemengen beim Menschen variieren von 1 bis 4 Picogramm WHO-PCDD/F-PCP-TEQ pro kg Körpergewicht. Weiterlesen...